Schriftgröße
 
Startseite
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

2. Rahmenbedingungen

2. Rahmenbedingungen

Die Gemeinde Stegen mit ihren Ortsteilen Eschbach und Wittental liegt östlich von Freiburg und verzeichnet ca. 4400 Einwohner (1).. Die Einwohnerzahl  unterliegt nur geringen Schwankungen und wird vermutlich auch in den  nächsten Jahren konstant bleiben.


Im Alter von 11 - 26 Jahren sind 903 Jugendliche und junge Erwachsene in Stegen gemeldet. Der Anteil von Jugendlichen ausländischer Herkunft ist vergleichsweise gering.


Die Gemeinde ist mit Schulen gut versorgt. Insbesondere das Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte (BBZ Stegen), welches eine staatliche Schule mit angegliedertem Internat darstellt, ist an dieser Stelle zu erwähnen.


Die Schülerinnen und Schüler des Internats befinden sich innerhalb der Woche vor Ort. Der Jugendraum und das Kinder- und Jugendcafé grenzen unmittelbar an das Gelände des BBZ Stegen an. Gegenüber befinden sich Sportanlagen und eine Vereinsgaststätte. Die räumliche Nähe zum BBZ Stegen bietet die  Chance, Angebote zu entwickeln, an denen hörende und hörgeschädigte  Jugendliche gemeinsam teilnehmen können.


Für Jugendliche im ländlichen Raum sind offene Jugendeinrichtungen von  großer Bedeutung. Ihre Lebenssituation hat sich durch tiefgreifende  gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Wandlungsprozesse verändert.


Die Jugendlichen orientieren sich, was Bildung, Beruf und Freizeit betrifft, an Mustern der Jugendlichen in städtisch-industriellem Raum, finden allerdings im Alltag in ihren Lebensräumen oft nicht die dafür notwendigen Voraussetzungen vor. Der Wohnort ist nicht mehr alleiniger Lebensmittelpunkt. Die jungen Menschen verbringen, auch bedingt durch Schule und Ausbildung, einen Grossteil ihrer Zeit an anderen Orten.


Dabei schätzen Jugendliche sehr wohl die Vorteile des ländlichen Lebensumfeldes, das soziale Überschaubarkeit, Wohnqualität und Naturnähe bietet. Andererseits sehen sie sich aber oftmals durch ein Netz sozialer Kontrollen und Verbindlichkeiten eingeengt. Es entsteht ein Bedürfnis nach selbstbestimmten Aktivitäten, nach Möglichkeiten, sich mit Gleichaltrigen ohne Vorgabe von Erwachsenen zu treffen.


Die Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden kann dieses Bedürfnis in den Augen vieler Jugendlicher nicht völlig befriedigen. Obwohl gerade in ländlichen Gebieten, wie auch in der Gemeinde Stegen, der größte Teil der Jugendlichen dort organisiert ist und die Angebote gerne wahrnimmt, besteht darüber hinaus die Nachfrage nach eigenen Räumen.

 

(1) Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (2005)

 

2.1. Träger - 6

2.2. Räumlichkeiten und Ausstattung - 6

2.3. Nutzung der Räumlichkeiten - 6